Endlich mal Pause
Schon mal genießen wir auch die Sonne und die ziemlich seltenen Pausen

Die Menschen

Peter Schmidt (geb. 1962) gründete die Landwirtschaft 1997.

Erinnerungen: "Der Anfang war bescheiden - eine Nachbarin übergab eine erste Wiese, auf der dann eine kleine Streuobstwiese entstand. Da das Mähen auf die Dauer zu mühsam war, kamen 1997 die ersten Bergschafe, schnell ließ ich mich von den Braunen begeistern. 1998 besuchte ich Joseph Grasegger senior in Bayern, der in den 70er Jahren zu den ersten zählte, der sich um die seltenen Tiere bemühte. Er überließ mir den Zuchtstamm und mit "Wastl" einen superschönen Bock. Nachdem einige Zeit später der Schäfer aus der Nachbarschaft seinen Betrieb auflöste, konnte ich endlich die Fläche vergrößern, die Basis für einen professionellen Nebenerwerbsbetrieb schaffen und in die Rinderhaltung einsteigen. Bei meiner alltäglichen bäuerlichen Arbeit ist mir wichtig, dass wir hier tiergerecht arbeiten und unseren Beitrag leisten zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Erhalt der Bergischen Kulturlandschaft. So kann ich unsere Produkte genießen und auch mit gutem Gewissen verkaufen."

Auf dem Klosterhof kümmert sich Peter Schmidt als Betriebsleiter um fast alle Belange der Schaf- und Rinderhaltung, daneben arbeitet er als Freier Journalist, ist Mitarbeiter der regionalen Wirtschaftszeitschrift "Oberbergische Impulse", der "Bionachrichten" und der Zeitschrift "Der Landwirt" und "Landwirt Bioplus" sowie Fachmann für Öffentlichkeitsarbeit mit Tätigkeitsschwerpunkt im Bergischen Land. Er koordiniert die Kampagne "Vielfalt lebt" des Naturparks Bergisches Land und hat bereits mehrere Bücher mit Freizeittipps und Wanderungen im Bergischen Land veröffentlicht. Mehr dazu der beruflichen Homepage www.schmidt-schreibt.de.


Susanne Schulte (geb. 1964) stieg 2005 in die Landwirtschaft ein.

Erinnerungen: "Ich gebe es rückblickend gerne zu: Am Anfang wusste ich nicht so genau, wie ich reagiere, wenn ich das erste Stück Fleisch eines Tieres esse, was ich zuvor gefüttert hatte. Ich war - wie die meisten Menschen - noch nicht damit konfrontiert worden. Zum Metzger zu gehen ist seelisch da doch gefahrloser. Doch ich habe schnell gemerkt: Es schmeckt und ich kann es mit gutem Gewissen essen. Denn ich weiß, dass die Tiere ein gutes und artgerechtes Leben hatten. Sonst weiß man das ja nicht so unbedingt, egal, wo man sein Fleisch kauft. Heute genieße ich leckeres Rindergulasch oder das Lammfleisch sehr. Die Nähe zum Tier, die Nähe zur Natur - all das bereichert mein Leben und hat mich binnen kurzer Zeit zur Mit-Bäuerin werden lassen. Dazu kommt, dass ich künftig auf dem Rücken eigener Pferde die Oberbergische Heimat erkunden kann."

Auf dem Klosterhof kümmert sich Susanne Schulte um die Pensionspferdehaltung. Dafür verfügt sie auch über den FN Sachkundenachweis Pferdehaltung. Außerdem optimiert sie den Internetauftritt, verarbeitet Wolle und rennt durch den Stall, wenn Ihr Mann mal wieder unterwegs ist - aber auch sonst und natürlich gerne mit ihm zusammen. Hauptberuflich arbeitet sie mittlerweile als Verwaltungsleitung in einer oberbergischen sozialen Einrichtung.